Die Leiden der nicht-menschlichen Kritter

Toni Areal, ZHdK, Zürich, 2019
Performance zusammen mit “Kaktus”, Dauer: 26 Minuten
In Kollaboration mit Claudia Schildknecht

Fotografien: Claudia Bühler

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Erinnere dich – Die Augen brennen, die Finger voll mit Stacheln, rote Flecken prangen auf der Haut, alles schwillt an – Es breitet sich aus, brennt sich ein, verändert sich – Der passive Agent ist aktiv geworden – Die Flecken in meinem Gesicht breiten sich aus, wie eine Landkarte der Erinnerung – Du hast mich verbrannt, veräzt, entstellt, du hast mich gelehrt – Kann etwas, das sich wehrt, wirklich passiv sein? – Zum Objekt degradiert werden? – Alle Kritter sind wichtig – Artenübergreifendes Gedeihen, Sympoiesis – Meine Verbrennungen sind unser gemeinsames Muster, die Spuren unserer Geschichte – Muster für artenübergreifende Responsabilität – Artenübergreifendes Gedeihen, achtsamer werden, voneinander lernen, sich verwandt machen, gemeinsam weitermachen, kollektiv denken – Wem gegenüber sind wir verantwortlich? – Tentakulär sein, Fühler ausstrecken und Wissen aufsaugen, kollektiv denken, kollektiv denken, kollektiv denken – Mit-werden statt werden – Die Zeiten der Dringlichkeiten brauchen Erzählungen von dir und mir – Brennt auch deine Haut wie Feuer? – Wir werden miteinander oder wir werden gar nicht – Wir sind reif für artenübergreifende Geschichten – Es ist von Gewicht, wie wir unsere Geschichte erzählen – Es ist von Gewicht, Dinge zu ändern – Es ist entscheidend einander und andere Wesen als Kritter anzuerkennen – Nichts ist mit allem verbunden, alles ist mit etwas verbunden – Wir sind mit jeder Faser unseres Daseins miteinander verbunden – Wir sind dafür verantwortlich die Bedingungen für artenübergreifendes Gedeihen angesichts fürchterlicher Geschichten zu gestalten

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